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Hallbergmooser Volkshochschule wird 25 Jahre alt

Happy Birthday, vhs!

(14.10.2010)

So ein Geburtstag musste einfach gefeiert werden: Die Hallbergmooser Volkshochschule feiert heuer 25-jähriges Jubiläum und veranstaltete dafür einen großen Festabend im Gemeindesaal. Neben Ansprachen von Bürgermeister Klaus Stallmeister und Karl-Heinz Eisfeld, Vorsitzender des Bayerischen Volkshochschulverbandes, gab es ein musikalisches Rahmenprogramm und eine humorvolle Comedy-Einlage von Stephan Pfob.







Festakt zum vhs-Geburtstag: (von links) Bürgermeister und vhs-Vorsitzender Klaus Stallmeister, Dr. Cornelia Fischer (administrative Leitung Musikabteilung), Leiterin Monika Häusler und bvv-Vorsitzender Karl-Heinz Eisfeld.




1985 wurde zum Geburtsjahr der vhs Hallbergmoos-Goldach. Damals wurde die Einrichtung vom ehemaligen Bürgermeister von Hallbergmoos, ehemaligen Landrat und nun Landtagsabgeordneten Manfred Pointner auf Drängen von Bürgern hin gegründet. Dafür bekam Pointner, der von Anfang an auch Mitglied der vhs ist, nun einen besonderen Dank von Leiterin Monika Häusler. Ein Dankeschön bekam auch der Gemeinderat, der die Anliegen der vhs und vor allem auch die der Musikabteilung stets wohlwollend behandelt.

Damit waren die Dankesworte noch keineswegs beendet: Stellvertretend für alle Dozenten dankte Monika Häusler den beiden Kursleiterinnen Eva Oertli und Hildegard Häusler. Eva Oertli arbeitete 20 Jahre in der Vorstandschaft der vhs mit und machte sich mit verschiedenen Sprachkursen viele Freunde. Ihre loyale, hilfsbereite und liebenswerte Art fand besonderes Lob von der Leiterin. Häusler: „Ich bräuchte zwei Stunden, um ihre unzähligen Verdienste aufzuzählen.“
Auch Dozentin Hildegard Häusler sei äußerst zuverlässig und sehr beliebt bei den Schülern. Die Fachfrau rund um Italien wird von Leiterin Monika Häusler als ein wahres Energiebündel beschrieben – trotz ihres Alters („weit im Renteneintrittsalter drüber“).
Aber nicht nur diese beiden, sondern alle Dozenten werden von Monika Häusler sehr geschätzt. „Aber um sie alle zu würdigen, reicht kein Festabend aus, da bräuchten wir eher eine Festwoche“, so Häusler schmunzelnd.




25 Jahre vhs Hallbergmoos

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Ein großes Paket an Lobesworten hatte auch Bürgermeister Klaus Stallmeister geschnürt. Der vhs-Vorsitzende erinnerte daran, dass im Gründungsjahr vor 25 Jahren 50 Teilnehmer die vier angebotenen Kurse besuchten – heuer sind es rund 2.500 Teilnehmer bei rund 400 Kursen. Als sehr erfolgreiches Beispiel des guten Angebots der vhs pries er die weit über die Gemeindegrenzen hinaus höchst angesehene Musikabteilung an, in deren Kursen mittlerweile einige hundert Kinder und auch Erwachsene musikalisch ausgebildet werden.

Besonderen Dank richtete der Rathauschef dabei auch an die ehemaligen ehrenamtlichen Leiterinnen Monika Förg, Ursula Knapp und die aktuelle Leiterin Monika Häusler.
Stallmeister betonte in seiner Ansprache, dass die Volkshochschulen in der Zukunft immer wichtiger werden, da das Schulsystem und damit die schulische Ausbildung in seinen Augen zunehmend „verschlimmbessert“ wird und es somit mehr und mehr in der Verantwortung des Einzelnen liegt, sich aus- und vor allem fortzubilden.

Den enormen Wert der Volkshochschulen verdeutlichte auch Karl-Heinz Eisfeld, 1. Vorsitzender des Bayerischen Volkshochschulverbandes bvv. In seiner erfrischenden, lockeren Rede bezeichnete er die vhs als Experimentierkasten der Gesellschaft und als Einrichtung, die ständig in Bewegung bleiben müsse.
Eisfeld erfreute sich nicht nur an dem großen, unterhaltsamen Rahmenprogramm („Musikveranstaltung mit Rednern, die man ertragen muss um an das Büffet zu kommen“), an der Redegeschwindigkeit von Leiterin Monika Häusler („Ich hatte von ihr die Vorgabe, 15 Minuten zu reden. Dann habe ich gehört was sie in 15 Minuten unterbringt – für 15 Minuten Häusler-Rede brauchen andere 45 Minuten!“), sondern auch an der Tatsache, dass der Bürgermeister gleichzeitig Vorsitzender der vhs vorort ist. Eisfeld: „An den Schulen ist das Kultusministerium für die Talente, die Gemeinde für die Toiletten zuständig – bei der Volkshochschule sorgen die Kommunen für beides.“
Der bvv-Vorsitzende betonte, dass die vhs im Kursraum stattfindet und somit die Kursleiter eine wichtige Rolle innehaben. Zudem müsse die vhs ständig in Bewegung bleiben – und das tut sie auch. So erfülle die Volkshochschule enorme Präventionsleistungen im Gesundheitsbereich, auch bei der vhs Hallbergmoos-Goldach wird dieses Kapitel groß geschrieben.







Das Programm des Festabends rundete musikalische Feinkost vom Medvedev Streichquartett mit Luciano Bitterlich am Klavier ab, für Lachfalten in den Gesichtern der Gäste sorgte Gstanzlsängerin Anneliese Häusler. Der letzte Programmpunkt des Abends vor der Eröffnung des wohlverdienten Büffets hieß Stephan Pfob – der Comedian aus der Gemeinde räumte dann noch einmal gründlich und amüsant mit dem Vorurteil auf, dass 25 Jahre vhs nur ein Grund zum Feiern wären. Pfob: „Die vielen Festreden lassen vermuten, dass hier Missstände vertuscht werden sollen.“ Sogleich sah er die vhs in einer schweren Krise: „Angela Merkel, gefühlte 150 Jahre CSU in Bayern, Frust in deutschen Betten – das hätte alles nicht passieren müssen, wenn die vhs ihrem Bildungsauftrag nachgekommen wäre.“ Verwundert bemerkte Pfob auch, dass die Fitnesskurse alle von Frauen geleitet werden: „…nur einen habe ich gefunden, den ein Mann leitet – und zwar Bogenschießen. Das klingt nach Notwehr!“

Ganz und gar keine Handlung in der Not, sondern einen absolut gelungenen und
stimmungsvollen Abend in besonderem Ambiente stellte die Hallbergmooser Volkshochschule zu ihrem 25. Geburtstag auf die Beine. So jung und so frisch, so soll es weitergehen – die nächsten 25 Jahre werden da ein Klacks!

Cornelia Schröter




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